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Pressemitteilung

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Wirtschaft fordert von G7 Beendigung des Handelskrieges und Start einer neuen WTO-Runde

Bonn, 20 Mai 1999 - Die Weltwirtschaft hat heute die G7/G8- Nationen aufgefordert, derzeitige Handelsstreitigkeiten schnellstens zu beenden und ein positives Klima fr eine neue Runde multilateraler Verhandlungen zu schaffen.

In einem Statement, das die Internationale Handelskammer (ICC) Bundeskanzler Schrder, dem Gastgeber der nchsten Monat in Kln stattfindenden Gipfel der fhrenden Industrienationen, heute bergab, wies sie darauf hin, da eine neue und umfassende Handelsrunde ein positives Signal an Handel und Investoren weltweit send en wrde.

ICC begrte das Engagement der G7 Regierungen, eine neue Runde auf der nchsten Ministerkonferenz der WTO im November in Seattle zu starten. (Ruland, das am Klner Gipfel teilnimmt, ist nicht Mitglied der WTO).

Die Aussage der Wirtschaft bekrftigte, da eine neue Runde ¾einen wichtigen Beitrag dazu leisten werde, das Vertrauen in die baldige Erholung der Weltwirtschaft nach der Krise der Schwellenlnder wiederherzustellen."

Die ICC hob hervor, da in dieser Krisenzeit besonders die auslndischen Direktinvestitionen eine stabilisierende Rolle gespielt haben. Daher solle in der nchsten Runde darauf geachtet werden, alles zu vermeiden, was das langfristige Engagement der Wirtschaft gefhrde. Dies sei speziell fr Entwicklungs- und Schwellenlnder von groer Bedeutung.

Die Botschaft der ICC ma insbesondere der erfolgreichen Beendigung einer solchen Runde ¾innerhalb einer relativ kurzen Zeit" groe Bedeutung bei. ¾Es mu eine starke Verpflichtung mit den Verhandlungen einhergehen, die Fehler der schdlichen Verzgerungen der Uruguay Runde zu vermeiden". ¾Multilaterale Regelungen haben sich an den schnelleren Wandel eines globalen Marktes anzupassen, um die Regeln mit den sich schnell entwickelnden Realitten und Bedrfnissen der Wirtschaft angepat zu halten."

Die ICC fgte hinzu, das die Welt heute nicht mit der zu vergleichen sein, die wir zur Zeit des Starts der Uruguay Runde in 1986 kannten. ¾Die neue Runde mu auf ein viel breiteres Konzept des Marktzugangs setzen, nmlich auf internationale Regeln, die es Wirtschaftsunternehmen erlauben, frei und unter gleichen Bedingungen auf dem Weltmarkt miteinander zu konkurrieren. Die Ausdehnung des Marktzugangs wird unweigerlich zu Folge haben, da multilaterale Regeln entwickelt werden mssen, die nationale Bestimmungen berlagern werden."

Die ICC Delegation bei Bundeskanzler Gerhard Schrder wurde von ICC Prsident Adnan Kassar, dem Vorsitzenden der Fransabank-Gruppe, Libanon, angefhrt. Ihr gehrten u. a. Helmut O. Maucher, Verwaltungsratsprsident der Nestl S.A.,Schweiz, Ludger W. Staby, Vorstandssprecher der WMP AG, Hamburg, und Angelika Pohlenz, Generalsekretr der ICC Deutschland an.

Die ICC ist die Weltorganisation der Wirtschaft mit Mitgliedern aus 137 Lndern. Traditionell wird dem gastgebenden Regierungschef im Vorfeld des G7/G8 Gipfels die ICC Botschaft im Auftrag der Weltwirtschaft bergeben.



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